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<title>Hydroplane</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Hydroplane</span></h1>
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<p>Als <b>Hydroplane</b>, kurz <i><b>Hydro</b></i> oder auch <i>Thunderboat</i> („Donnerboot“), wird ein <a href="Motorboot" title="Motorboot">Motorboot</a> bezeichnet, dessen Rumpfform so ausgelegt ist, dass die <a href="Masse_(Physik)" title="Masse (Physik)">Masse</a> des Bootes mit zunehmender Geschwindigkeit eher durch die <a href="Fluiddynamik" title="Fluiddynamik">Fluiddynamik</a> als durch einfachen <a href="Statischer_Auftrieb" title="Statischer Auftrieb">Auftrieb</a> getragen wird. Dadurch unterscheiden sie sich deutlich vom sogenannten <a href="Verdr%C3%A4nger_und_Gleiter" title="Verdränger und Gleiter">Verdränger</a>.
</p><p>Ein wesentlicher Aspekt der <i>Hydroplane</i>-Konstruktion ist, dass sie das Wasser, auf dem sie sich befindet, in erster Linie für den <a href="Dynamischer_Auftrieb" title="Dynamischer Auftrieb">dynamischen</a> statt für den <a href="Statischer_Auftrieb" title="Statischer Auftrieb">statischen</a> Auftrieb benutzt: Wenn die Boote mit hoher Geschwindigkeit fahren, wird das Wasser vom Boden des Bootsrumpfs nach unten gedrückt. Das Wasser übt eine gleiche und entgegengesetzte Kraft nach oben aus und hebt den größten Teil des Rumpfes aus dem Wasser. Dieser Prozess, der direkt an der Wasseroberfläche stattfindet, wird als „planing“ (<a href="Verdr%C3%A4nger_und_Gleiter#Gleiter" title="Verdränger und Gleiter">gleiten</a>) bezeichnet.
</p><p>Aufgrund dieser Einsatzgegebenheiten findet man diesen Bootstyp nicht im Freizeitbereich, sondern fast ausschließlich im professionellen <a href="Motorbootsport" title="Motorbootsport">Rennsport</a>.
</p><p>Die wörtliche Übersetzung von <i>Hydroplane</i> lautet im deutschen <i><a href="Wasserflugzeug" title="Wasserflugzeug">Wasserflugzeug</a></i>, treffender wäre <i>„Wasser-Oberflächen-Gleiter“.</i> Dieses Prinzip darf aber nicht mit dem sogenannten <a href="Bodeneffektfahrzeug" title="Bodeneffektfahrzeug">„Ekranoplan“</a> beziehungsweise Bodeneffektfahrzeug verwechselt werden. Eine weitere Abgrenzung besteht zum Begriff <a href="Tragfl%C3%BCgelboot" title="Tragflügelboot"><i>Hydrofoil</i></a>, dem Tragflügelboot.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Hydroplane_Design">Hydroplane Design</h2></div>

<p>Frühe Entwürfe der 1920er Jahre wurden oft von Amateuren gebaut, die die leichtesten Materialien verwendeten, die ihnen zu dieser Zeit zur Verfügung standen. Dabei handelte es sich häufig um Holzbeplankung oder Sperrholz-Bretter für den Rumpf-Boden, 4-Millimeter-Sperrholzpaneele für die Seiten und lackierte Leinwand (ähnlich den damaligen Flugzeugen) für die Decks. Die meisten dieser Boote waren ungefähr 4&nbsp;Meter lang. Sie hatten Rümpfe, in die eine etwa 75&nbsp;Millimeter hohe Stufe eingearbeitet war, um Luft unter den Rumpf zu bringen, damit das Boot gewissermaßen „auf diesem Luftkissen schweben“ konnte. Das physikalische Prinzip hinter diesem sogenannten „planing“ wurde damals noch nicht vollständig verstanden. Dadurch hatten die Rümpfe einen flachen Boden mit einer Aufwärtskurve am Bug und der Stufe auf 2⁄3 der Länge nach achtern beziehungsweise hinten. Das Gewicht des im Heck montierten 100-PS-Motors reichte aus, um den Bug vor dem „Unterschneiden“ (der Überspülung durch Wasser) zu bewahren.
</p><p>Ein großer Fortschritt war die Weiterentwicklung des „Gleiters“ zum <a href="Rennboot#Dreipunkter" title="Rennboot">„Dreipunkter“</a>.
</p><p>Eines der frühesten Beispiele für ein „echtes“ Hydroplane ist <i>No-Vac</i>, das in einem ausführlichen Artikel in <i>Popular Mechanics, Vol. 3</i> vom 5.&nbsp;Mai 1935 beschrieben wird.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Boot wurde von dem US-Amerikaner LeRoy F. Malrose Sr. entworfen. Die Entwicklung des No-Vac-Designs und der Bau des Bootes begannen schon im Jahr 1933, als LeRoy Sr. eine an ein Tragflächenprofil erinnernde Form für den Überwasserrumpf seines Bootes entwarf, die weitaus weniger Luftwiderstand erzeugte als herkömmliche V-Boot-Rumpfkonstruktionen der damaligen Zeit. Im Juni&nbsp;1933 wurde das <i>No-Vac</i> durch den professionellen Rennfahrer Jimmy Rodgers erstmals getestet und stellte einen neuen Weltrekord von 78&nbsp;mph (125,5&nbsp;km/h) für Boote mit <a href="Au%C3%9Fenbordmotor" title="Außenbordmotor">Außenbordmotor</a> auf.
</p><p>Frühe Hydroplanes hatten neben dem gleichmäßig gekrümmten Bug meist gerade Seitenlinien und ein flaches Deck. Der nach vorn gezogene Bug wurde schließlich durch einen sogenannten <i>pickle fork</i> bow (dt.: „Gurkengabel-Bug“) ersetzt, bei dem zwischen den beiden seitlichen Auslegern ein Zwischenraum verbleibt. Außerdem wurde die zentrierte einzelne vertikale Heckflosse (wie zum Beispiel bei <i><a href="Slo-Mo-Shun_IV" title="Slo-Mo-Shun IV">Slo-Mo-Shun&nbsp;IV</a></i>) schrittweise durch einen <a href="H%C3%B6henleitwerk" title="Höhenleitwerk">horizontalen Stabilisator</a> ersetzt, der von vertikalen Trägern auf beiden Seiten des Bootes getragen wurde. Später, als die Feinabstimmung der Hydrodynamik wichtiger wurde, wiesen die Böden des Hauptrumpfs subtile Kurven auf, um den besten Auftrieb zu erzielen.
</p><p>Die grundlegende Rumpfgestaltung der meisten Hydroplanes ist seit den 1950er Jahren fast unverändert geblieben: zwei seitliche Ausleger vorn, einer auf jeder Seite des <a href="Bug_(Schiffbau)" title="Bug (Schiffbau)">Bugs</a>. In einem schmaleren, meist rechteckigen Abschnitt hinter dem breiten Bug sind Fahrer, Motor und Lenkung untergebracht. Der hintere Teil des Schiffs wird (unter Volllast) von der unteren Hälfte des <a href="Propeller" title="Propeller">Propellers</a> im Wasser getragen, der aber auch für den Betrieb unter Wasser (bei langsamerer Fahrt) ausgelegt ist. Das Ziel ist es, so wenig wie möglich vom Boot in Kontakt mit dem Wasser zu halten, da Wasser viel dichter als Luft ist und mehr Widerstand auf das Fahrzeug ausübt. Im Wesentlichen „fliegt“ das Boot über die Wasseroberfläche, anstatt tatsächlich durch das Wasser zu fahren. Diese Boote bezeichnet man als <a href="Rennboot#Dreipunkter" title="Rennboot">„Dreipunkter“</a>, die Fahrweise als „Propriding“ (dt.: Propellerreiten).
</p><p>Einer der wenigen ernst zu nehmenden Versuche, ein radikal anderes Design zu entwickeln, seit das Dreipunkt-Propriding-Konzept eingeführt wurde, wird als <i><a href="Canard" title="Canard">Canard</a>-Bauweise</i> bezeichnet. Es kehrte die Breiteneigenschaften um und hatte einen sehr schmalen Bug, der das Wasser nur an einer Stelle berührte, und zwei kleine Ausleger am Heck.
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Miss_America_(Bootstyp)" title="Miss America (Bootstyp)">Miss America II</a>, ein frühes Hydroplane nach dem Gleiterprinzip auf dem Maumee River in Toledo, 1920</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Modell von <i>Miss England III</i> (1932): deutlich zu erkennen, die Stufe am Unterboden (im Hintergrund das Vorgängermodell)</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Jimmy Rodgers im Prototyp des Hydroplanes „No-Vac“. Er stellte im Juni 1933 den weltweiten Geschwindigkeitsrekord für Wasseraußenborder von 78 mph (125,52 km/h) auf</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><i>Slo-Mo-Shun&nbsp;IV</i> war das letzte durch einen <a href="Propeller" title="Propeller">Propeller</a> angetriebene Boot, das den absoluten <a href="Geschwindigkeitsweltrekord_auf_dem_Wasser" title="Geschwindigkeitsweltrekord auf dem Wasser">Geschwindigkeitsweltrekord auf dem Wasser</a> aufstellte.</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><i>Miss Jarvis</i> auf einem Transport trailer, 2010: Hier erkennt man den sogenannten „Gurkengabel-Bug“ sehr gut</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Der horizontale Stabilisator am Heck</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Hydroplane_Antrieb">Hydroplane Antrieb</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kolbengetriebene_Motoren">Kolbengetriebene Motoren</h3></div>
<p>Die Luftfahrtindustrie war die Hauptquelle für die Triebwerke der Boote. Sie lieferte in den ersten Jahrzehnten nach dem <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> ausgemusterte <a href="Verbrennungsmotor" title="Verbrennungsmotor">Verbrennungsmotoren</a> aus ehemaligen <a href="Jagdflugzeug" title="Jagdflugzeug">Jagdflugzeugen</a>, typischerweise <a href="Rolls-Royce_Merlin" title="Rolls-Royce Merlin">Merlins</a> oder <a href="Rolls-Royce_Griffon" title="Rolls-Royce Griffon">Griffons</a> von Rolls-Royce oder den US-amerikanischen <a href="Allison_V-1710" title="Allison V-1710">Allison&nbsp;V-1710</a>, allesamt flüssigkeitsgekühlte <a href="Zw%C3%B6lfzylindermotor" title="Zwölfzylindermotor">V-12-Motoren</a>. Das laute Brüllen dieser Triebwerke brachte Hydroplanes den Spitznamen <i>Thunderboats</i> oder <i>Dinoboats</i> ein. Diese Motoren wurden in den Anfangsjahren oft doppelt (wie bei den Miss-England-Booten) oder sogar vierfach (Miss America) eingesetzt.
</p><p>Das von Ted Jones entworfene <i>Dreipunkt</i>-Hydroplane <i><a href="Slo-Mo-Shun_IV" title="Slo-Mo-Shun IV">Slo-Mo-Shun&nbsp;IV</a></i> mit Allison-Antrieb stellte am 26.&nbsp;Juni 1950 im Lake Washington vor <a href="Seattle" title="Seattle">Seattle</a> einen neuen absoluten <i>Water Speed Record</i> von 160,323&nbsp;mph (258,015&nbsp;km/h) auf und übertraf damit die vorherige, fast elf Jahre alte mit <i><a href="Blue_Bird_K4" title="Blue Bird K4">Blue&nbsp;Bird&nbsp;K4</a></i> erreichte Rekordmarke von 141,74&nbsp;mph (228,11&nbsp;km/h) um fast 32&nbsp;km/h. 1952 gelang eine nochmalige Verbesserung auf 178,497&nbsp;mph (287,263&nbsp;km/h). Damit war <i>Slo-Mo-Shun IV</i> das letzte von einem Kolbenmotor und Propeller angetriebene Boot, das es schaffte, den absoluten <i>WSR</i> zu erringen.
</p><p>Gelegentlich wurden Versuche unternommen, auch Kraftfahrzeugmotoren einzusetzen, die sich jedoch im Allgemeinen bis auf wenige Ausnahmen (z.&nbsp;B. <i><a href="Ferrari_Arno_XI" title="Ferrari Arno XI">Ferrari Arno XI</a></i>) als nicht wettbewerbsfähig erwiesen. Beim in den USA beliebten <a href="Drag_Boat_Racing" title="Drag Boat Racing">Drag Boat Racing</a> werden großvolumige V8-Motoren mit <a href="Motoraufladung" title="Motoraufladung">Kompressor</a>aufladung eingesetzt. In der Königsklasse <a href="Top_Fuel#Top_Fuel_Hydro" title="Top Fuel">Top Fuel Hydro</a> erreichen diese Motoren Leistungen von bis zu 10.000&nbsp;PS.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Turbinen-Strahltriebwerke">Turbinen-Strahltriebwerke</h3></div>
<p>Nach Slo-Mo-Shun IV verlagerte sich die Antriebswahl bei Versuchen zum absoluten <i><a href="Geschwindigkeitsweltrekord_auf_dem_Wasser" title="Geschwindigkeitsweltrekord auf dem Wasser">Water Speed Record</a></i> zum <a href="Turbinen-Strahltriebwerk" title="Turbinen-Strahltriebwerk">Turbinen-Strahltriebwerk</a>. Der Brite <a href="Donald_Campbell" title="Donald Campbell">Donald Campbell</a> erzielte mit seinem <i><a href="Bluebird_K7" title="Bluebird K7">Bluebird K7</a></i> zwischen 1955 und 1964 sieben absolute Rekorde (Bestmarke: 276,33&nbsp;mph/444,71&nbsp;km/h). Anfangs wurde ein Metropolitan-Vickers-Beryl-Axialstrom-Turbostrahltriebwerk verwendet, das eine Kraft von 3500&nbsp;Pfund (16&nbsp;kN Schub) entwickelte. In der letzten Version wurde ein noch mal stärkeres <a href="Bristol-Siddeley_Orpheus" title="Bristol-Siddeley Orpheus">Bristol Siddeley Orpheus</a>-Triebwerk eingesetzt.
</p><p>In den 1960er Jahren verwendete der US-Amerikaner Lee Taylor in seinem Hydroplane <i><a href="Hustler_(Boot)" title="Hustler (Boot)">Hustler</a></i> eine Westinghouse-J46-WE-8A-Turbojet-Turbine aus einer <a href="Chance_Vought_F7U" title="Chance Vought F7U">Chance Vought&nbsp;F7U</a> mit 20,5&nbsp;kN (10.000&nbsp;PS) Schub, um eine neue Bestmarke von 285,22&nbsp;mph (459,02&nbsp;km/h) zu setzen.
</p><p>Vor 1977 wurde jeder offizielle Geschwindigkeitsrekord von einem Amerikaner, Briten, Iren oder Kanadier aufgestellt. Am 20. November pilotierte erstmals mit <a href="Ken_Warby" title="Ken Warby">Ken Warby</a> ein Australier seine von einer <a href="Westinghouse_J34" title="Westinghouse J34">Westinghouse J34</a>-Turbine angetriebene <a href="Ken_Warby" title="Ken Warby"><i>Spirit of Australia</i></a> auf eine Geschwindigkeit von 288,18&nbsp;mph (463,78&nbsp;km/h), um Lee Taylors Rekord zu übertreffen. 1978 gelang eine nochmalige Verbesserung auf 317,60&nbsp;mph (511,13&nbsp;km/h). Dieser Rekord hat bis heute (2021) Bestand,<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und es gab nur zwei offizielle Versuche ihn zu brechen.<sup id="cite_ref-sace_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-sace-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="In_der_Klasse_„H1_Unlimited“"><span id="In_der_Klasse_.E2.80.9EH1_Unlimited.E2.80.9C"></span>In der Klasse „H1 Unlimited“</h3></div>
<p><i>siehe Hauptartikel:→ <a href="Unlimited_Hydroplane" title="Unlimited Hydroplane">Unlimited Hydroplane</a></i>
</p><p>Ab 1980 setzten die Teams zunehmend sogenannte <a href="Gasturbine" title="Gasturbine">Turboshaft-Triebwerke</a> (Gasturbinen/<a href="Hubschraubertriebwerk" title="Hubschraubertriebwerk">Wellenturbinen</a>) ein. Oft diente ein Lycoming T55-L7-Turbinentriebwerk (das seit der Vietnam-Ära im <a href="Boeing-Vertol_CH-47" title="Boeing-Vertol CH-47">CH-47</a> Chinook-Militärhubschrauber verwendet wird) als Antrieb. Unter dem aktuellen Reglement sind damit Leistungen bis zu 3000&nbsp;PS möglich. Das Triebwerk erzeugt eine sehr hohe Rotationsenergie, die durch ein Getriebe mit einer Untersetzung von etwa 50&nbsp;% übertragen wird, um die Propellerdrehzahl zu verringern. Seit 1998 ist das Lycoming T55-L7 als einziges Turbinen-Triebwerk zugelassen.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Vortrieb erfolgt trotzdem hauptsächlich durch <a href="Propeller" title="Propeller">Propeller</a> im Wasser.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Galerie_(verschiedene_Antriebe)"><span id="Galerie_.28verschiedene_Antriebe.29"></span>Galerie <i>(verschiedene Antriebe)</i></h3></div>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Allison V-1710-7 V-12 wie er in Slo-Mo-Shun eingesetzt war</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Rolls-Royce Merlin</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Rolls-Royce Griffon</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Ein <i>Napier Lion VII</i> mit der typischen <a href="W-Motor" title="W-Motor">W-Anordnung</a> der Zylinder, wie er in <i><a href="Miss_Britain_III" title="Miss Britain III">Miss Britain III</a></i> eingesetzt war</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Bristol Siddeley Orpheus-Triebwerk, wie es in der letzten Version von <i><a href="Bluebird_K7" title="Bluebird K7">Bluebird K7</a></i> eingesetzt war</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Eine <a href="Westinghouse_J34" title="Westinghouse J34">Westinghouse J34</a>, wie sie zum Beispiel in <a href="Ken_Warby" title="Ken Warby"><i>Spirit of Australia</i></a> verwendet wurde</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Lycoming T55-GA-712, Das Hubschraubertriebwerk, das in der „H1 Unlimited“ verwendet werden darf</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Hydroplane_Racing">Hydroplane Racing</h2></div>
<p>Neben den Kategorien <i><a href="Geschwindigkeitsweltrekord_auf_dem_Wasser" title="Geschwindigkeitsweltrekord auf dem Wasser">Water Speed Record</a></i> und <i><a href="Unlimited_Hydroplane" title="Unlimited Hydroplane">H1 Unlimited</a></i> kommen nach dem Hydroplane-Design gebaute Boote in verschiedensten Bereichen des <a href="Motorbootsport" title="Motorbootsport">Motorbootsport</a> vor.
</p><p>Die <i>limited</i>-Klassen von <i><a href="Innenbordmotor" title="Innenbordmotor">Inboard</a>-Hydroplanes</i> (also Boote, deren Antrieb in den Rumpf eingebaut ist) werden unter dem Namen <i>Inboard Powerboat Racing</i> in verschiedenen Kategorien organisiert.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hier kommen sowohl 4-Takt-Kraftfahrzeugmotoren als auch Zweitaktmotoren zum Einsatz. Die Saison dauert von April bis Oktober. Viele <i>Unlimited</i>-Fahrer starteten ihre Karriere in den <i>Limited</i>-Klassen.
</p><p>In der <i>limited</i>-Kategorie <i><a href="Au%C3%9Fenbordmotor" title="Außenbordmotor">Außenborder</a></i> ist die <i><a href="Formel_1_(Motorboot)" title="Formel 1 (Motorboot)">F1&nbsp;H2O</a>-Serie</i> die bekannteste. Hier werden in drei nach Gewicht und <a href="Hubraum" title="Hubraum">Motorgröße</a> reglementierten Klassen internationale Meisterschaften ausgetragen. In der Königsklasse (3&nbsp;Liter) werden Geschwindigkeiten von bis zu 244,94&nbsp;km/h erreicht.
</p><p>In den USA ist <a href="Drag_Boat_Racing" title="Drag Boat Racing">Drag Boat Racing</a> sehr beliebt. Hier treten zwei Boote auf der Distanz von einer viertel Meile (402,3&nbsp;m) gegeneinander an. In der Klasse Top Fuel Hydro werden Geschwindigkeiten von bis zu 268,40&nbsp;mph (431,94&nbsp;km/h) und Zeiten zwischen 3,4 und 3,5&nbsp;Sekunden.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Galerie">Galerie</h2></div>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Miss_Britain_III" title="Miss Britain III">Miss Britain II</a>, langjähriger Rekordhalter für Boote mit nur einem Motor, 1934</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Ferrari_Arno_XI" title="Ferrari Arno XI">Ferrari Arno XI</a>: 1. Platz in der World Water Speed Championship für Motorboote bis 900 kg im Jahr 1953, ein noch ungeschlagener Rekord.</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Nachbau von Campbells <i><a href="Bluebird_K7" title="Bluebird K7">Bluebird K7</a></i>, dem erfolgreichsten <i>WSR</i>-Boot (7 Rekorde), 1955–1964</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Jonas Andersson in einem F1 H2O, 2001</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Miss_Budweiser" title="Miss Budweiser">Miss Budweiser</a>, das erfolgreichste Boot in der Geschichte der „H1 Unlimited“, 1963–2004</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Perfektes „Propriding“</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Die typischen, hohen, Fontänen am Heck der Boote (durch den Propeller) haben den passenden Spitznamen „Rooster Tail“ oder „Rooster Cock“ (Hahnen- oder Gockelschwanz).<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Hydroplanes?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Hydroplanes</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
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<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
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